Baulärm in der Siedlung
Nun können auch die Anwohner der Siedlung und entlang der Woltersdorfer Straße langsam nachvollziehen, wie es sich anfühlt an einer Großbaustelle zu wohnen. Bis in die Nacht hinein, teilweise bis zum frühen Morgen, werden die Gleise geschottert, verdichtet und sich nähernde Züge mit lauten Signalen gewarnt. Die Strecke wird nun auf den sich verstärkenden Zugverkehr vorbereitet und der Bahnübergang erneuert.
Keine Rechtfertigung für die Aufrechterhaltung des Schienenbonus
» Mit dem Schienenbonus wird die gesundheitsschädigende Wirkung von Lärm ignoriert.
» Es fehlen belastbare Studien, die den Studien, die den Schienenbonus untermauern.
» Extrem schädigender nächtlicher Güterverkehr wird nicht berücksichtigt.
» Das inzwischen nachgewiesene höhere Aufweckpotenzial von Bahnlärm wird ignoriert.
» Stark befahrenen Trassen, die den Menschen keine Zeit zur Regeneration lassen, werden ebenfalls ignoriert.
» Auch die besondere Gesundheitsgefährdung durch Lärmpegel oberhalb von 75 dB(A) fehlt.
» Erschütterungsauswirkungen, Körper- und Sekundärschall bleiben gänzlich unberücksichtigt.
» Die Schallausbreitung in orographisch unterschiedlichen Gebieten wird nicht berücksichtigt.
» Die Lärmabsenkung die seither bei Kraftfahrzeugen stattgefunden hat (10 – 15 dB(A)) bleibt unberücksichtigt.
» Die gesetzlich vorgeschriebene Fortentwicklung in der Lärmwirkungsforschung wurde nie durchgeführt.
» Die Immissionsgesetze beruhen auf einem veralteten Stand des Wissens und der Technik.
Auch gemeinsame Aktionen rücken in greifbare Nähe – hier ein Aufruf der BI Lärmschutz aus dem Rheintal
Liebe Mitstreiter,
vor dem Hintergrund der aktuellen Meldung, dass Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer eine Neubautrasse für den Schienengüterverkehr ablehnt, bekommt unserer 2. Demonstration gegen den Bahnlärm am 12.05.2012 in Rüdesheim eine ganz andere Bedeutung.
Der Bundesverkehrsminister weigert sich von den beiden Bundesländern und Rheinland-Pfalz und Hessen vorgeschlagenen Alternativtrasse für den Schienengüterverkehr und entzieht somit der Region im Rheingau und im Rheintal eine Perspektive für die Zukunft. Gleichzeitig wird die Gütertrasse am Rhein als europäischer Frachtkanal über alle Maßen und mit beträchtlichem Aufwand ausgebaut, um die Strecke für den geplanten Zuwachs fit zu machen. Dies alles ohne Rücksicht auf die Betroffenen. Man kann dies mit Fug und Recht jetzt als menschenverachtend bezeichnen, denn auch die so oft von der überörtlichen Politik versprochenen Sofortmaßnahmen, wie die Umrüstung von Bremssystemen an den Waggons, bleiben nach wie vor aus.
Jetzt ist es an der Zeit, dass sich die Menschen machtvoll organisieren und die Bürgerinitiativen sowie die Leidtragenden solidarisch in ihrem Protest unterstützen. Es ist nicht mehr ausgeschlossen, dass auch am Rhein „Stuttgarter Verhältnisse“ entstehen, wenn sich die Bundespolitik in dieser abweisenden Art bei ihren Wählerinnen und Wählern präsentiert.
Deshalb rufen wir alle gesellschaftlichen Gruppen wie die Gewerkschaften, die Kirchen, Vereine, Schulen, die Wirtschaftverbände und insbesondere die touristischen Organisationen, wie auch den Weinbauverband auf, sich dem Kampf gegen den Bahnlärm anschließen.
Die Region wird bei den geplanten Zukunftsszenarien mit einer künftigen 3-minütigen Zugfolge unübersehbar Schaden leiden. Das Rheintal hat dann nichts mehr mit Kultur- und Tourismuslandschaft zu tun und alle wirtschaftlichen Entwicklungschancen werden durch die Lärmkulisse rund um die Uhr über Bord geworfen.
Eine erste Protestaktion für alle Bürger besteht am 12. Mai in Rüdesheim. Wir haben die Hoffnung, dass diese 2. Demo im Rheingau jetzt erst recht einen großen Zuspruch erfährt.
Propst Rink von der evangelischen Kirche Hessen-Nassau mit seinem Umweltpfarrer Dr. Meisinger werden die Demonstranten tatkräftig unterstützen. Auch zahlreiche Betroffene Bürger kommen diesmal zu Wort.
Ab heute muss der Protest noch lauter werden: Sorgen Sie mit für eine hohe Beteiligung an der Rüdesheimer DEMO am 12. Mai 2012. Sprechen Sie im Bekanntenkreis darüber. Es geht um unser aller Zukunft und der unserer Kinder.
Nur gemeinsam sind wir eine starke Truppe
Mit herzlichem Gruß
Willi Pusch
Leserbrief zum Artikel in der Volksstimme vom 5.4.2012 „Bahn hat Milliarden-Pläne, Rekord-Investitionen in Sachsen-Anhalt“
Ministerpräsident Dr. Haseloff hat eine Chance für den Lärmschutz verpasst
Am 4. April trafen sich Ministerpräsident Dr. Haseloff und Bahnchef Dr. Grube, um die milliardenschweren Investitionen in das Bahnnetz Sachsen-Anhalts öffentlichkeitswirksam vorzustellen. Mit Freude konnte die Landesregierung zu Kenntnis nehmen, dass allein in den Eisenbahnknoten Magdeburg bis 2019 ca. 500 Millionen Euro für eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur zur Verfügung gestellt werden sollen. Das ist gut so und wird auch von der Bürgerinitiative „Lärmschutz Biederitz“ aus umwelt- und verkehrspolitischen Gründen befürwortet.
Leider musste man auf der großzügig bereiteten Pressekonferenz und in den Berichterstattungen der Medien jegliche Aussagen zum Lärmschutz vermissen. Da freut sich Dr. Haseloff darüber, dass der Güterverkehr in Sachsen-Anhalt mit 15 Millionen Tonnen das Niveau wie in Baden-Württemberg erreicht habe. Schön und gut! Aber wäre nicht hier eine Anmerkung zum Bahnlärm richtig platziert gewesen, den Bürgerinnen und Bürger infolge des ohrenbetäubenden Rollens von Abertausenden von veralteten Waggons in bestimmten Orten, zum Beispiel in Biederitz, ertragen müssen? Wir meinen ja, denn mehr Güter auf die Schiene bedeutet für Millionen Bahnanlieger mehr Lärm, mehr Erschütterungen, mehr gesundheitliche Gefahren.
Dr. Haseloff hat die Chance zu einem Bekenntnis vertan, sich auf dieser Pressekonferenz als Anwalt der duldenden Bürgerinnen und Bürger zu präsentieren. Kritische und nachdenkliche Worte zu den Auswirkungen des Güterverkehrsbooms auf den Schienen haben wohl offensichtlich auf dem sog. Wohlfühlgipfel zwischen Landesregierung und Bahnkonzern gestört. Gute Stimmung pur war stattdessen angesagt. Wollte sich der Ministerpräsident informieren, hätte ihm der ihn begleitende Verkehrsminister Webel Unterstützung bieten können. Auch von ihm kein Wort zum Bahnlärm. Er war über die Aktivitäten der Bürgerinitiative „Lärmschutz Biederitz“ hinreichend informiert. Er kannte die Nöte der Biederitzer und rang sich im Sommer 2011 bei einem Zusammentreffen mit BI-Vertretern zu dem Bekenntnis durch, dass er auf der Seite der Bürgerinitiative stehe und politisch unterstützen werde. Also doch nur leere Versprechungen. Die Biederitzer wissen jetzt eines ganz klar: Beim Kampf gegen Bahnlärm kann man auf die CDU wohl nicht rechnen. Ein klares Zeichen für die Haltung der Partei konnte die Bürgerinitiative schon bei ihrer Podiumsdiskussion am 14. März erleben, an der weder Abgeordnete der CDU des Bundestages noch des hiesigen Landtages teilnahmen.
Mit freundlichen Grüßen
Johann Lottmann, Vorstandsmitglied der BI „Lärmschutz Biederitz“
Zukunftsdialog der Deutschen Bundeskanzlerin – Bitte um Teilnahme
Den folgenden Link in den Browser kopieren, Web Seite öffnen und dort abstimmen, wenn man die Sache unterstützen möchte.
Unsere Bundeskanzlerin ist sehr an Ihrer/unsrer Meinung interessiert.
Darüber hinaus ist es sehr interessant auch Meinungen anderer zum Thema Lärm nachzulesen.
Es kostet nur ein paar Sekunden. Diesen Sonntag (15.04.2012) endet die Umfrage.
Exclusiv im Ersten – ‘DurchZug – Lärmterror im Rheintal’
Am kommenden Samstag, den 14.04.2012 um 15:30 Uhr überträgt die ARD eine sehr spannende Reportage.
In dem Film kommt zu Wort, Pater Desiderius Ziembla aus dem Kloster Kamp-Bornhofen, der Propst der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau Dr. Sigurd Rink, der Infrastrukturminister des Landes Rheinland-Pfalz Roger Lewentz und der Staatssekretär Klaus-Dieter Scheurle vom Bundesverkehrsministerium sowie der Verkehrsexperte Dr. Gottfried Ilgmann aus Berlin sind neue, interessante Protagonisten.
Der Film zeigt nach Art der ursprünglichen Story beim WDR Fernsehen das erschreckende Spektrum des Lärmterrors im Rheintal. Mit starken Bildern und Geschichten erzählen die Anwohner, wie der ohrenbetäubende Lärm sie umtreibt. Die Bahn und das Verkehrsministerium in Berlin wollen die Umrüstung der alten Güterwagen auf Flüsterbremsen endlich beschleunigen. Der Film zeigt, wieso die Geschichte mit der schnellen Einführung der Flüsterbremsen wohl ein Märchen bleiben wird.
Vortrag des Sektionsschefs für Bahnlärmbekämpfung in Berlin
Die Schweiz eilt uns weiter voraus.
Besuchen Sie am Montag, den 14. Mai 2012 um 18:00 Uhr einen interessanten Vortrag des Sektionschefs für Bahnlärmbekämpfung beim Bundesamt für Umwelt aus Bern, Herrn Fredy Fischer.
Herr Fischer ist auf Einladung von Prof. Hecht in Berlin. Er bezeichnet ihn als “Schlüsselfigur” im (vorbildlichen) Umgang mit Schienenlärm in der Schweiz. Hr. Hecht schreibt dazu: “Die Schweizer sind uns in der Bahnlärmminderung etwa 10 Jahre voraus und die Schere öffnet sich eher weiter als sich zu schliessen…”
Unter anderem geht es auch darum, wie viel weniger Bahnlärm würde es in der Schweiz geben, wenn sich auch die deutschen Güterzüge die Schweizer Standards einhalten würden.
Das betrifft auch uns, da es dann hier noch viel leiser werden würde.
Wer es ermöglichen kann, der sollte diese Veranstaltung besuchen – siehe PDF-Datei ‘Bahnlärmseminar’ zum Download.
Große Demonstration im Rheintal – auch hier Forderung von Tempolimit als kurzfristig zu realisierende Maßnahme
Hier eine Pressemeldung aus Wiesbaden:
Durchschlafen ist nicht drin
Wiesbadener Tagblatt, 20.03.2012 -
BAHNLÄRM Anlieger der Rheinschiene sind mit ihrer Geduld am Ende / Demo im Mai
(red). In vielen Orten entlang der Bahnstrecke im Rheingau und im Mittelrheintal ist jeder zweite Einwohner massiv von Bahnlärm betroffen. Nachts durchschlafen ist für sie nicht drin. Wenn das markerschütternde Quietschen ertönt, schnellt der Blutdruck in die Höhe. Wenn ein Güterzug am Haus vorbeirattert, erstirbt jedes Gespräch. Weil der Lärm der Güterzüge inzwischen den Lebensrhythmus Menschen entlang der Bahnstrecke bestimmt, Lebensqualität verloren geht, haben sich die sechs Landkreise Rhein-Hunsrück, Rhein-Lahn, Mayen-Koblenz, Rheingau-Taunus, Neuwied und Mainz-Bingen, die Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn und Pro Rheintal sowie die Städte und Kommunen entlang der Rheinschiene zusammengetan.
Sie wollen gemeinsam der Forderung nach Reduzierung des Lärms und einer Alternativtrasse für den Güterverkehr Nachdruck zu verleihen und rufen sie zu einer zweiten Demonstration am Samstag, 12. Mai, ab 12 Uhr in Rüdesheim auf. „Wir müssen erneut ein eindrucksvolles Signal nach Berlin schicken, damit endlich etwas geschieht“, sagt der Rheingau-Taunus-Landrat Burkhard Albers. Mit der Demonstration wollen die Organisatoren auf die unerträgliche Situation im Rheingau und im Mittelrheintal aufmerksam machen.
„Das Mittelrheintal ist die lauteste Region in Deutschland, dort ist es lauter als an einem Flughafen“, sagt der Dezernent für das Weltkulturerbe, Karl Ottes. Im Mittelrheintal werden Werte, die noch gesundheitsverträglich sind, um das 250-fache überschritten. Da Spitzenwerte bis 105 Dezibel erreicht werden, gelte es, die Verantwortlichen in Bund und Land sowie bei der Bahn AG an ihre Versprechungen zu erinnern, ergänzt Willi Pusch von der BI. Es sollten Umrüstungen an den teilweise uralten Waggons auf die K-Sohle erfolgen, passiert ist bislang nichts.
Der Bahnlärmindex belege, wie belastet die Menschen sind. Die Region will deshalb mit Nachdruck ihre Forderung nach einer Umrüstung auf die K-Sohle und eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 70 als kurzfristige Maßnahme durchsetzen. Langfristig sehen die Organisatoren nur eine Lösung in der Alternativstrecke. Bei der Demonstration in Rüdesheim sollen diese Forderungen im Mittelpunkt stehen. „Wir brauchen jeden Mitstreiter, um über alle Parteigrenzen hinweg deutlich zu machen, dass wir keine Verzögerungen mehr hinnehmen wollen“, sagt Willi Pusch. Die Geduld habe ein Ende. Deshalb sind auch alle Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker aufgefordert worden, sich an der Demonstration zu beteiligen.
Mitgliederversammlung mit Abgeordneten des Bundestages und Bahnmanagern
Die Veranstaltung am Dienstag besuchten ca. 100 Mitglieder und Gäste. Somit war aus fast jedem Mitgliedshaushalt ein Teilnehmer vertreten.
Unter anderem wurde deutlich, die Politik ist in der Falle – die Bahn soll marktwirtschaftlich arbeiten, wird aber politisch eingeengt. Hierfür ist die Politik verantwortlich.
Von Seiten der Bahn wurde die LL-Sohle ca. 15 mal genannt. Die Statistiken sagen ja, wenn ein Begriff so oft innerhalb einer bestimmten Zeit genannt wird, so ist zu befürchten, dass er sich bereits ‘totgelaufen’ hat. Mit Spannung schauen wir auf das Zulassungsverfahren.
Die Politik muss der Bahn mehr finanziellen Spielraum geben, um etwas Substantielles für den Lärmschutz zu tun und sie muss endlich neue gesetzliche Instrumentarien einsetzen, um diese Maßnahmen auch entsprechend zu reglementieren. Auf freiwilliger Basis wird kein Unternehmen, auch nicht die Bahn, viel Geld für Zwecke ausgeben, die keinen Wettbewerbsvorteil bringen.
Liebe Politiker, kommt endlich in die Gänge und hört auf nur zu quatschen !!
Weitere Informationen zur Veranstaltung auch auf der Webseite unserer Einheitsgemeinde: http://www.gemeinde-biederitz.de/sachsen-anhalt/detail.php?rubric=gemeinde-biederitz_aktuelles-gemeinde&nr=13938& PHPSESSID=437129e9d3d878f745bc31feae05a1c4
oder aber in der Volksstimme unter: http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/burg/774081_Leise-Waggons-kommen-zu-spaet-Biederitz-muss-jetzt-weiter-fuer-Schallschutz-kaempfen.html
Krötenschutzzäune und Öl vom Radlader – eine kuriose Symbiose
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Mitten durch das Wasser der Ehle – vorbei an Krötenschutzzäunen. Was bleibt im Wasser ?
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